
Xikuangshan Sb Deposit, China – eine Supergigant-Antimon-Lokalität, berühmt für Stibnit-Kalkspat-Kontraste, spiegelglänzende Klingen und klassischen Sammelreiz.
Key facts
Xikuangshan ist die Antimon-Lagerstätte, durch die viele moderne Sammler lernten, was chinesische Stibiot kann. Die Ablagerung liegt in Lengshuijiang im zentralen Hunan, innerhalb des Xiangzhong-Beckens, wo Oberdevonische Karbonat- und Schiefer-Einheiten gefaltet, gebrochen, silicifiziert und durch antimonhaltige hydrothermale Flüssigkeiten ersetzt wurden. In Erzvorkommen-Begriffen ist es ein Supergiant-Sediment-Gesamtantimon-System; in Probenbegriffen ist es die Quelle einiger der bekanntesten Stibnit-Kalzit-Kombinationen des letzten halben Jahrhunderts.
Die Mineralogie ist täuschend einfach. Stibnit ist das Erzmineral, mit Quarz und Calcite als dominierendes Gangmaterial; Barit, Fluorit, Dolomit, Talk, Pyrit, Sphalerit, Pyrrhotin und eine Reihe sekundärer Antimonmineralien kommen in geringeren Mengen vor. Diese Einfachheit gehört zum Sammlerreiz von Xikuangshan. Die besten Stücke verzichten auf eine überfüllte Art von Artenliste: Sie setzen auf Kontrast, Architektur und Erhaltung. Ein feines Exemplar aus Xikuangshan kann spiegelhelles, stahlgraues Stibnitblatt zeigen, das ein helles Calcite-Dreieck kreuzt, dunkle Nadeln, die in honigfarbigem Calcite eingeschlossen sind, oder einen Spritzer gestreifter metallischer Kristalle, die aus weißem Barit oder Quarz herausragen.
Historisch gesehen besitzt Xikuangshan ein industrielles Gewicht, das nur wenige Fundorte erreichen. Der chinesische Name wird mit „Berg der Zinnmine“ assoziiert, doch der Distrikt wurde berühmt als die „Weltkapitale des Antimons“. Moderne Antimonbergbau begann im späten 19. Jahrhundert und setzt sich unter großen industriellen Betreibern fort. Für Sammler war die denkwürdigste Welle von Stücken durch kommerzielle Mineralienkanäle Ende der 1990er Jahre und besonders um die 2000er Jahre, als Stibnit-Calcit-Kombinationen aus Xikuangshan bei Shows und in Händlerbeständen mit einem Stil erschienen, der sich deutlich von den älteren Klassikern Japans, Rumäniens, Boliviens und Europas unterscheidet.
Regionssicht
Ländersicht
Die feinsten Cabinet-Stücke aus Xikuangshan weisen eine straffe, grafische Qualität auf: dunkles metallisches Stibnit, üblicherweise schlank statt dick, vor durchscheinendem Calcite oder hellem Gangmaterial. Abgestumpfte, glänzende Klingen sind die offensichtliche Attraktion, aber anspruchsvolle Sammler betrachten genauso sorgfältig die Mineralreihe. Stibnit, der Calcite durchdringt oder in Calcite eingeschlossen ist, ist das Signaturmerkmal. Barit-haltige Stücke, insbesondere vollständige durchscheinende tabulare Baryt-Kristalle mit Stibnit oder Stibikonit, kommen weniger häufig vor und können lokalspezifischer sein als „auffällig“ auf den ersten Blick.


Sammeln von Proben: Alle Proben aus dem Xikuangshan Sb-Abbau, China anzeigen
Xikuangshan ist ein strukturell und stratigraphisch kontrolliertes Antimon-Erzlager in der Gemeinde Lengshuijiang, Loudi, Provinz Hunan. Moderne geologische Arbeiten verorten es im zentralen Hunan, dem sogenannten Xiangzhong-Becken, und beschreiben die hauptsächlichen Wirtsgesteine als Devon-Karbonat- und Schieferserien, insbesondere die Shetianqiao-Formation und die darüberliegende Xikuangshan-Formation. Das antimonhaltige Intervall ist besonders mit silicifizierten Kalken unter schieferreichen Horizonte assoziiert, eine Gegebenheit, die aufsteigende hydrothermale Fluiden in begünstigte Schichten und Bruchflächen lenkte.
Das Lager ist um ein komplexes Antiklinensystem und seine Nebenverwerfungen herum angeordnet. Veröffentlichte Beschreibungen nennen üblicherweise die primären Erzblöcke als Laokuangshan, Tongjiayuan, Feishuiyan und Wuhua, wobei Daocaowan in aktuellen Arbeiten ebenfalls als Teil des erweiterten Erzfeldes behandelt wird. Die F75-Verwerfung und zugehörige Interlayer-Verwerfungen werden wiederholt als wichtige Fluidwege und Erzregulierungen identifiziert. Auf Probenhandgroßenniveau äußert sich diese strukturelle Kontrolle als massives, brechendes, disseminiertes, drusy, netzwerkartiges und bräunliches Erzgefüge statt als eine einzelne, ordentliche Ader.
Der wichtigste Erzstil ist Quarz-Stibnit-Mineralisierung, wobei späte Calcit-Stibnit-Adern die Verbindung bilden, die Mineralien-Sammlerinnen und -sammler am bekanntesten ist. Moderne Studien unterscheiden frühe Quarz-Stibnit-, Fluorit-Quarz-Stibnit- und Barit-Quarz-Stibnit-Anordnungen von späteren Calcit-Stibnit-Anordnungen. Quarz-Stibnit-Erz macht den überwiegenden Großteil der Antimonreserve in jüngeren geologischen Arbeiten aus, aber das späte calcithaltige Material ist für den Probenhandel unverhältnismäßig wichtig, weil es die dramatischen eingeschlossenen, durchstossenden und freistehenden Stibnit-Calcit-Stücke hervorbrachte.
Erzvorkommen sind in den Bergwerksbeschreibungen im Allgemeinen stratiform oder linsenförmig, parallel zu günstigen Devon-Tektonik-Schichten, aber intern aus Veneleinheiten, Ersatzzonen und Netzwerken zusammengesetzt. Berichtete Abmessungen variieren je nach Erzblock, aber veröffentlichte Zusammenfassungen beschreiben einzelne Erzvorkommen, die sich über Zehner- bis Hunderte von Metern in Streichweite erstrecken, deutlich weiter abwärts, und gemeinhin meter dick sind, lokal jedoch deutlich größer werden, wo Struktur und Silizifizierung besonders günstig waren. Das Erz ist einfach, aber visuell reich an Textur: Stibnit ist das wirtschaftliche Mineral; Quarz und Calcit sind das Haupt-Ganggestein; Barit, Fluorit, Talk, Dolomit, Pyrit, Sphalerit und Pyrrhotin sind untergeordnet.
Die Bergbaugeschichte ist lang und ungewöhnlich gut dokumentiert für eine Mineralproben-Standort. Xikuangshan wird in Firmenquellen als im sechzehnten Jahrhundert entdeckt und ab 1897 offiziell abgebaut beschrieben. Die Produktion des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts verwandelte das Gebiet in Chinas dominantes Antimonzentrum, und moderne Firmeninformationen für Hsikwangshan Twinkling Star Antimony beschreiben ein integriertes Unternehmen, das Erzabbau, Aufbereitung, Schmelzen, Forschung und Herstellung von Antimonprodukten betreibt. Materialien von China Minmetals identifizieren den Betrieb als Teil einer großen nationalen Antimon-Plattform.
Der Sammelzugang heute sollte in praktischer Hinsicht als geschlossen betrachtet werden. Xikuangshan ist ein aktives industrielles Berg- und Schmelzgebiet, kein öffentliches Sammelgebiet. Feine Proben erreichen Sammler über chinesische und internationale Händlernetze, alte Bergwerk-Lose, verteilte Privatkollektionen, Auktionslisten und gelegentliche neuere kommerzielle Veröffentlichungen. Ernsthafte Etiketten sollten lauteten: Xikuangshan Sb-Deposit oder Xikuangshan Antimon-Deposit, Lengshuijiang, Loudi, Hunan, China; vage „China Stibnit“-Etiketten sind für sammelorientierte Ortsangaben nicht akzeptabel.
Die bemerkenswerten Probenperioden, die in Händler- und Galerielisten erscheinen, umfassen Material aus den späten 1990er Jahren und eine besonders auffällige Welle von 2009–2010 mit Stibnit-Kalkspatit- und Baryt-Stibnit-Proben. Stücke aus diesen Funden umfassen transparente bis honiggelbe flache Calcit-Kristalle mit Stibnit im Bereich der Basis, tabulare oder linienförmige Calcite mit Stibnit-Nadeln, Stibnit-Sprays, akzentuiert durch winzige Calcit-Dreiecke, und ungewöhnliche Baryt-Floaters mit implantiertem Stibnit. Älteres Barit- und Stibiconit-Material ist ebenfalls bekannt, einschließlich Proben, bei denen Stibnit teilweise oder vollständig durch gelblich bis ockerfarbene Antimonoxid-Verbindungen ersetzt wurde, während die ursprüngliche scharfe Form beibehalten wurde.
Stibnit aus Xikuangshan ist typischerweise stahlschwarz bis silber-schwarz, hoch metallisch, stark estriiert und nadel- bis prismatisch, und reicht von Daumenklaustern bis zu großen Kabinett-Pendants; dokumentierte Sammlerstücke umfassen schlanke Klingen über 10 cm und museumsgroße Exemplare, obwohl intakte ästhetische Kristalle nur einen kleinen Bruchteil des abgebauten Erzes ausmachen. Die klassischen Habitusformen sind divergierende Sprays, parallele nadelförmige Gruppen, isolierte Speere, nadelige Aggregate und Kristalle, die Kalkstein durchdringen oder von ihm eingeschlossen sind. Es tritt vorwiegend mit Kalkstein und Quarz auf, mit Barit, Baryt, Fluorit, Dolomit, elementarem Schwefel, Valencinit, Stibikonit und weiteren sekundären Antimonmineralien auf einigen Stücke. Die begehrtesten Beispiele kombinieren hellen, unoxidierten Glanz, scharfe Endungen, sichtbare longitudinale Striation, skulpturale Offenheit und unbeschädigte Spitzen; gewöhnliches Material ist meist massiv, zerbrochen, stumpf oder zu dicht, was Xikuangshans primäre Identität als großes Erzvorkommen statt als Sammlungsminen widerspiegelt.
Calcit ist der definierende Begleitmineral für Stibnit-Ausbeuten aus Xikuangshan, insbesondere der späte Calcit-Stibnit-Stil, der den Fundort in viele moderne Sammlungen gebracht hat. Es tritt als durchscheinende bis transparente abgeflachte Rhomben, lentikulare Kristalle, Diskoidduplikate, skalenoedrische Gruppen und blass bis bernstein-gelbliche tafelartige Formen auf, häufig mit Stibnit-Nadeln innerhalb des Calcit eingeschlossen, die durch ihn hindurchragen, Teile davon bedecken oder längs Kontaktzonen mit der Matrix ruhen. Händlerberichte aus dem Fund von 2009 beschreiben Calcitkristalle von grob Daumengröße bis mehr als 5 cm im Durchmesser, während eine große versteigerte Kombination abgeflachte lentikulare Calcitgrößen von mehr als 10 cm hatte. Bessere Stücke zeigen sauberen, scharfen Calcit mit sichtbarem internem Stibnit, honig- oder blassgelbe Farbe, helle Flächen und einen ausgewogenen Kontrast zwischen Carbonat und Sulfid; schwächere Stücke neigen zu Prellungen, milchig, stark eingeschlossen ohne Transparenz oder dominiert von massivem Stibnit-Schutt.
Barit at Xikuangshan ist geologisch gesehen im Vergleich zu Quarz und Calcit von untergeordneter Bedeutung, aber für Lokalkollektionen wichtig, weil er in der frühen Barit-Quarz- Stibnit-Mineralisierung erscheint und in charakteristischen Spezimen-Kombinationen vorkommt. Er kann weiße kristallisierte Überzüge auf metallischem Stibnit bilden, blockige farblose Kristalle in/quarz-beschichteten Brekzien oder blassgelbe bis rauchig goldene tafelige Kristalle, die mit Quarz, Stibnit, Dolomit und Stibikonit assoziiert sind. Bemerkenswerte Proben umfassen große Stibnit-Cluster, die teilweise von weißem Barit überzogen sind, Barit auf Quarz mit korrodierten Stibnit-Resten und älteres Material, das gestufte glänzende Barite über früherem weißem Barit zeigt. Die besten Barit-Stücke sind nicht nur mit dem Etikett „Barit vorhanden“ zu bewerten: Sie zeigen identifizierbare, glänzende, unbeschädigte Kristalle, bei denen die Antimonenverbindung noch lesbar ist, vorzugsweise mit Stibnit oder Stibikonit, die die Xikuangshan-Paragenese nachweisen.
Quarz ist eines der beiden Haupt-Gangverminungsminerale in Xikuangshan und grundlegend für das Erzsystem, insbesondere in Quarzit-Stibnit-Venen, Quarz-Calcit-Stibnit-Erz und Ganggestein- oder Brekzien-texturen. In Sammlungsproben wird er gewöhnlich weniger gefeiert als Calcit, weil viel Xikuangshan-Quarz massig, gängigen Venen ähnelnd, feinkörnig, druzy oder als blasse Matrix vorhanden ist, statt als isolierte glänzende Kristalle. Dennoch können quartz-haltige Stücke sehr zufriedenstellend sein, wenn klare Quarzspitzen, quartz-beschichtete Brekzien oder eine glänzende Quarzplatte metallischen Stibnit, blockigem Barit oder Dolomit einen Rahmen geben. Die besten Quarz-Proben aus der Lokalität lassen die hydrothermale Textur sichtbar werden, ohne den Stibnit zu überwältigen; gewöhnliche Beispiele sind einfach Quarz-Gangverhältnis mit verstreuten oder zerbrochenen Erzen.
Stibiconit aus Xikuangshan ist ein sekundäres Antimonoxid-Hydroxymineral, das am wertvollsten ist, wenn es Pseudomorphosen nach Stibnit bildet, dabei die blättrige oder prismatische Form des ursprünglichen Sulfids bewahrt und die Oberfläche in gelben, ockergelben, braunen oder erdigen Tönen verändert. Es ist besonders mit oxidiertem Material und gemischten Sulfid-Oxid-Zonen verbunden und erscheint häufig mit restlichem Stibnit, Baryt oder Barit, Valentinit, Cervantit, Senarmontit, Naturschmalz Schwefel und manchmal Gips. Sammleraufzeichnungen umfassen kleine gelbe Stibiconit-Ersatzstücke auf Naturschwefelproben, Stibnit Kristalle, die zu Stibiconit verändert und in Barit eingeschlossen sind, sowie große Pseudomorphosen nach Stibnit aus dem Bezirk. Guter Xikuangshan-Stibiconit wird durch Erhaltung der Kristallform, Vollständigkeit, Assoziation und Sichtbarkeit der Ersatzgeschichte bewertet; unattraktives Material ist krümelig, formlos oder nur eine dünne matte Verfärbung auf beschädigtem Stibnit.
Baryt, die britische und IMA-Schreibung von Barit, wird in Xikuangshan durch die gleiche BaSO4-Spezies vertreten, erscheint in Probenbeschreibungen jedoch oft in ästhetischeren tabularen und floatenden Stücken. Feine Beispiele können farblos, durchsichtig, rauchig goldfarben, glänzend, gestuft oder blockig sein, mit Stibnit-Kristallen in einen vollständigen Baryt-Floaters gesetzt oder Stibiconit, der die Unterseite und Hohlräume einnimmt. Eine gut dokumentierte Baryt-mit-Stibnit-Probe aus 2009 maß 7,7 x 6,2 x 3,2 cm, mit hellem Stibnit auf einem vollständigen tabularen Baryt-Kristall, während andere ältere Baryt-Stücke Überwachstungsstrukturen und geringe Valentinit oder Stibiconit zeigen. Die besten Baryt-Exemplare der Fundstelle sind rar, weil Baryt hier ein minderwertiges Gangmineral ist; Sammler schätzen die Kristallvollständigkeit, Transparenz, Farbe und die unverwechselbare Antimon-Verbindung mehr als bloße Größe.
Weitere dokumentierte Mineralien aus Xikuangshan umfassen Fluorit, Dolomit, Talk, Pyrit, Pyrrhotin, Sphalerit, elementarer Schwefel, Valentinit, Cervantit, Senarmontit, Kermesit, Gypsum und andere Oxidationsprodukte des Antimon-Erzes. Die Fundstelle wird nicht primär wegen des Typ-Mineralstatus gesammelt; ihre Seltenheiten sind stattdessen paragenetische und Erhaltungs-Geschichten. Elementarer Schwefel mit Stibnit und Stibikonit, Valentinit-Sprays oder -Beschichtungen auf Stibnit, Senarmontit auf verändertem Stibnit und Cervantit-Valentinit-Synthymorphien nach scharfen Stibnit-Kristallen sind alles Spezialstücke aus Xikuangshan, die die Fundstelle über den bekannten silbern-schwarzen Klingen-Stück auf Calcit hinaus erweitern.
Das Hauptproblem in der Echtheitskontrolle ist Fehlkennzeichnung, nicht aufwändige Fälschung. Xikuangshan-Stibnit kann auf dem Markt mit Stibnit aus Lushi und Wuning in China, mit rumänischen Stibnit-Barit-Verbindungen und mit älterem japanischem Material aus Ichinokawa oder anderen klassischen Fundorten verwechselt werden. Das Etikett Xikuangshan sollte durch die typische Associationsform von Stibnit-Kalkspat aus Hunan, Herkunft durch einen seriösen Händler oder eine ältere Sammlung sowie vorzugsweise eine spezifische Formulierung wie „Xikuangshan Sb-Lagerstätte, Lengshuijiang, Loudi, Hunan“ gestützt werden. Sei vorsichtig bei vagen Beschreibungen wie „Hunan-Stibnit“, „chinesischer Stibnit“ oder „Xikuangshan-Stil“, wenn du Ortsprämien zahlst.
Der Zustand ist kritisch. Stibnit besitzt eine perfekte Spaltbarkeit, ist relativ weich und bildet brüchige, splinterhafte Blätter, die abbrechen, sich biegen und Enden leicht verlieren. Viele Xikuangshan-Proben zeigen zumindest kleine Spitzenbeschädigungen oder Randprellungen, besonders bei offenen Trieben. Hervorragende Beispiele sind jene, bei denen das Auge Bewegung und Schärfe wahrnimmt, bevor es die unvermeidlichen Kerben entdeckt. Glänzendes metallisches Leuchten ist ein wesentlicher Werttreiber; matte graue, körnige oder stark oxidierte Oberflächen gehören in Studien- oder Fundortesammlungen, es sei denn, die Veränderung selbst ist der Punkt der Probe.
Stibnit sollte mit mineralogischem Respekt behandelt werden. Nicht grob reinigen, nicht schrubben, ölen, lackieren oder mit Säure reinigen. Trocken halten, wiederholtes Berühren vermeiden und nach dem Umgang die Hände waschen. Antimon(III)-Sulid ist kein Panikmineral in einem geschlossenen Ausstellungsdisplay, aber gebrochene Splinter und Staub sollten vermieden werden, und Proben sollten von Kindern, Haustieren, Bereichen zur Lebensmittelerzeugung und feuchter Lagerung ferngehalten werden. Kalkit-haltige Stücke erhöhen ihre eigene Verwundbarkeit: Kalkspat splitting, kratzt und reagiert auf Säuren, selbst schwache Haushaltsäuren sind unangemessen.
Fluoreszenz ist kein Hauptgrund, Xikuangshan-Material zu kaufen, obwohl einige Händlerrückmeldungen eine geringe kurzwellige Reaktion in Kalkspat vermerken. Behandle jegliche Fluoreszenz als Bonus, nicht als identifizierendes Merkmal. Für Stibikonit, Valentinit und andere sekundäre Antimonmineralien variiert die Stabilität mit der Oberflächenstruktur; brüchige gelbe oder weiße Veränderungsprodukte sollten in abgedeckten Ebenen oder Kisten aufbewahrt werden, in denen Vibrationen undAbrieb minimiert werden.
Marktverfügbarkeit bleibt gut für bescheidene Stibnit- und Stibnit-Kalkspat-Stücke, da die Region so produktiv war, aber hochgradige Beispiele sind viel seltener, als die gigantische industrielle Ausdehnung der Mine vermuten lässt. Die am meisten verfügbaren Spezimen sind klein bis miniature metallische Klingen auf Kalkspat oder Matrix, oft mit einigen Beschädigungen. Bessere kleine Stücke fürs Low- bis Mid-Cabinet mit transparentem Kalkspat und gut abgeschlossener Stibnit verlangen stärkere Preise, und große, unbeschädigte, skulpturale Cluster mit starkem Provenienznachweis sind wirklich schwer zu bekommen. Baryt, Stibikonit-Pseudomorphosen, Valentinit, elementarer Schwefel und gut zusammengesetzte Quarz-Baryt-Stibnit-Assoziationen sind spezialisierter und treten oft nur sporadisch durch alte Sammlungen auf, statt als beständige Mine-run Lieferung.
Xikuangshans erste Geschichte ist ein Witz, geschrieben von der Geologie selbst: das „Zinnminen-Mountain“ wurde zur Weltkapitale des Antimon. Der alte Name hielt sich, aber das Metall, das die Region berühmt machte, war gar kein Zinn. Bis ins späte 19. Jahrhundert hatte die organisierte Antimonbergbau begonnen, und in den folgenden über 120 Jahren verwandelte sich der Ort in eine Industrielandschaft aus Schächten, Konzentratoren, Schmelzanlagen, Laboratorien, Erzhalden und Firmensiedlungen. Moderne Unternehmensliteratur greift diese Identität immer noch mit dem Ausdruck „Weltkapitale des Antimons“ auf, ein Titel, der werblich klingt, bis man die dahinterstehenden Reserven- und Produktionszahlen betrachtet.
Der Bergbauregion ist auch eine Geschichte in Größenordnungen, die schwer mit der Feinheit der besten Proben zu vereinen ist. Ein Sammler mag in einer Hand eine 6 cm lange Sprühung von Stibnit und Calcit halten, während dasselbe Erzsystem in geologischen Arbeiten als mehrkilometergroßes Feld von stratiformen Erzvorkommen, Antiklinen, Störungspfaden, silicifiziertem Kalkstein und industriellen Reserven gemessen in Millionen Tonnen enthaltenen Antimonmetalls beschrieben wird. Dieser Kontrast gehört zur Faszination von Xikuangshan: Die elegante Probe stammt nicht aus einer kleinen Tasche in einem unbekannten Hanggebiet, sondern aus einem der großen Antimontriebwerke der Mineralwelt.
Eine zweite Geschichte gehört der Probenwelle der 2000er Jahre. Händler und Sammler erinnern sich an die Stibnit-Calcit-Kombinationen von Xikuangshan als markante Ankunft: dünne, metallische, dunkelblau-silberne bis rostfreie Stibnit-Klingen kreuzen, durchdringen oder schwimmen in flachgepresstem Calcit. Einige Calcite waren blass und glasig; andere gelb bis honigfarben. Einige zeigten Phantome, diskosartige Zwillinge oder innere „Nebel“-Effekte, verursacht durch eingeschlossene Stibnit. Die besten Stücke sahen fast konstruiert aus: dunkle Nadeln, die sich in Carbonatfenstern verankerten, als ob die Erzstufe und die späte Calcitstufe mitten im Gespräch eingefroren wären.
Dann gibt es die Oxidationsstücke, auf den ersten Blick weniger glamourös, aber geologisch dramatischer. Stibnit soll dunkel und metallisch sein; in Xikuangshan überdauerte manch eines als Form statt als Substanz. Klingen und Prismen wurden zu Stibikonit, Valentinit, Cervantit oder Mischungen sekundärer Antimonmineralien umgewandelt, manchmal mit natriumfreiem Schwefel, der winzige gelbe Kristalle beisteuert. Ein guter Pseudomorph lässt den Sammler beide Ereignisse gleichzeitig lesen: Das ursprüngliche Sulfid wuchs als scharfe Klinge, und später zerstörten sauerstoffreiche Lösungen es chemisch, während seine Konturen bewahrt blieben.
Die moderne Feldgeschichte ist nicht romantischer Sammlungszugang, sondern Industrie- und Umweltverwurzelung. Jüngste wissenschaftliche Arbeiten zum Gebiet Xikuangshan verweisen wiederholt auf Antimon in Wasser, Böden, Sedimenten, Bergbaureststoffen und Schmiedeblasern/Schmelzresten. Das ist ein ernüchternder Teil der Identität des Ortes. Dasselbe Mineralisierungssystem, das weltklasse Stibnit hervorgebracht hat, erzeugte auch eine der am intensivensten untersuchten Antimon-Verunreinigungslandschaften in China. Für Sammler erinnert es daran, dass Xikuangshan-Proben Artefakte eines arbeitenden Bergbaireviers sind, nicht beiläufige Souvenirs von einem offenen Hang.