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    Von Eugene·Aktualisiert am 10. September 2026

    Infiernillos Mine, Bolivia — Potosí-Bleibäuche Silber-Zinn-Lokalität, bekannt für Cassiterit, reines Silber, Bornit und seltene Phosphophyllite, von Sammlern geschätzt.

    Key facts

    Locality
    Infiernillos-Bergwerk
    Country
    Bolivien
    Übersetzt aus Englisch—Original anzeigen

    Infiernillos Mine, Bolivien

    Überblick

    Infiernillos Mine — lange auf Labels mit der Canutillos Mine, Canutillos-Distrikt, Colavi-Machacamarca-Distrikt, Huayllani und in der Nähe Tomokoni verwoben — ist einer jener bolivianischen Fundorte, bei denen die Sammlergeschichte genauso wichtig ist wie die Bergbaugeschichte. Die Mine selbst ist ein Silber- bzw. Zinn-Fund im Department Potosí, mit Sn-Ag-Adern, die in rotem argillösem Sandstein beschrieben sind. Das dokumentierte Erze-Quartett ist überschaubar, aber interessant: Cassiterit, reines Silber, Bornit, Sphalerit, Wurtzit, Minerale der Tetrahedrite-Untergruppe, Pyrit, Siderit, Quarz, Hämatit, Goethit, Baryt, elementares Schwefel und Augelit.

    Für Sammler ist Infiernillos jedoch deshalb bedeutsam, weil der Name an der Kreuzung mehrerer kurzlebiger Entdeckungen von Mineralien aus dem Canutillos-Unterbezirk Mitte der frühen 2000er Jahre liegt. Das wahre Erzgefüge von Infiernillos produzierte hellglänzende Octaeder-Pyrite, Pyrit-Siderit-Kombinationen, Bornit und seltene begleitende Arten. Zugleich wurden viele Labels mit „Infiernillos“ oder „Canutillos“ auf Phosphophyllit aus oberflächennahen Abgrabungen in dem umliegenden Gesteinsverband und auf Vivianit aus dem nahegelegenen Tomokoni-Fundort angewendet. Gute Labels erfordern hier Vorsicht, nicht Zynismus: Die Distriktsnamen sind real, die Mineralien real, und die mineralogische Unterscheidung ist einfach feiner als die älteren Handelsbezeichnungen oft zuließen.

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    Die feinsten Stücke, die mit dem Namen Infiernillos verbunden sind, sind klein, aber visuell einprägsam. Die Phosphophylpite sind blassgrün, scharf kristallisiert und üblicherweise als Schmetterlings- oder Admiral-Ausrisse auf lehmigem Matrix veredelt, stilistisch sehr unterschiedlich von den großen, schmuckreichen Phosphophylliten von Cerro Rico. Die Vivianite, die im Handel Canutillos zugesprochen wird, sind scharf geformte Smaragd- bis Flaschengrün Kristalle auf rotem Sandstein, heute eher als Tomokoni-Material verstanden. Die Pyrite aus Infiernillos selbst sind klare metallische Cluster ineinander verwachsener Okt ## Oops line got truncated. Need complete translation. Let's reconstruct: The sentence: "The pyrites from Infiernillos proper are crisp metallic clusters of intergrown octahedra, sometimes with trapezohedral modifications, and they have become the most locality-correct display mineral for the mine itself." German: "Die Pyrite aus Infiernillos selbst sind klare metallische Cluster aus ineinander wachsenden Oktahedren, manchmal mit trapezoedrischen Modifikationen, und sie sind zum am besten ortsbezogenen Ausstellungsmineral der Mine geworden." Good.

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    Zum Weiterlesen

    Siete Suyos Mine, Bolivien Lokalitätsführer

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    Machacamarca-Bergbaubezirk, Bolivien Lokalitätsführer

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    Auf dieser Seite

    • Überblick
    • Vorgestellte Spezimen
    • Lokale Informationen
    • Bemerkenswerte Mineralien
    • Phosphophyllit
    • Siderit
    • Pyrit
    • Vivianite
    • Collector Notes
    • Stories & Field Notes
    • Mineralogische Aufzeichnungen & Veröffentlichungen
    • Weiterführende Literatur & Externe Links

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    Vorgestellte Spezimen

    Lokale Informationen

    Specimens suchen: Alle Proben aus der Infiernillos Mine, Bolivien anzeigen

    Die Infiernillos-Mine befindet sich im Unterbezirk Canutillos der Verwaltung Tacobamba, Provinz Cornelio Saavedra, Department Potosí, Bolivien. In älterer Spezimenliteratur und im Handel wird sie auch als Infiernillos-Mine, Canutillos-Mine, ein Abschnitt der Canutillos-Mine oder als Mine innerhalb des weiter gefassten Canutillos- bzw. Colavi-Machacamarca-Gebiets geführt. Diese Namensvielfalt ist für Sammler nicht unerheblich, da mehrere verschiedene Fundorte nur wenige Kilometer voneinander entfernt Proben mit überlappenden Etiketten geliefert haben.

    Die Mine selbst ist als Silber-Zinn-Aderfundstellung in rotem tonigen Sandstein verzeichnet. Die nutzbaren Handelswaren für den Fundort sind Silber und Zinn, und die verifizierte Species spiegelt ein kompaktes polymetallisches Ensemble wider: Cassiterit als Zinn, native Silber- und silberhaltige Sulfidverbände für die argentiferous Seite, mit Pyrit, Bornit, Sphalerit, Wurtzit, Tetrahedrit-Untergruppe, Quarz, Siderit, Baryt, Hämatit und Goethit als wichtige Gang- und Begleitphasen.

    Der weiter gefasste Colavi-Canutillos-Bereich liegt in einem der klassischen Zinn-Silber-Distrikte Boliviens nordöstlich von Potosí. Regionale technische Beschreibungen der benachbarten Colavi- und Canutillos-Betriebe platzieren das Gebiet in einer Abfolge, die Ordovizische Schiefer und Sandstein, Kreide-Sandstein und dacitische Tuffe umfasst, sowie lokal vorkommende dacitische Einlagerungen in Stockwerken, Linsen oder Diken. In der Nähe liegend wird Colavi wegen mantoförmiger Zinnmineralisierung in kalkhaltigen Sandsteinhorizonten innerhalb einer Kreidezeit-Rot-Sandstein- und Tuffabfolge noted, während spätere Cassiterit-Adern in Dazit auftreten. Infiernillos selbst sollte nicht auf dieses ganze Distriktmodell reduziert werden, aber der Rot-Sandstein-Träger, die Silber-Zinn-Verbindung und das cassiterit-haltige polymetallische Spektrum passen natürlich in dieselbe metallogenetische Nachbarschaft.

    Öffentliche Bergbau-Historie-Daten für Canutillos sind spärlich. Die am besten verifizierten modernen Übersichten besagen, dass COMIBOL 1964 den Betrieb in Canutillos aufnahm, während Empresa Minera Tirex Ltda. dort 2010 mit Silber-Heap-Leaching tätig wurde. Später übergab COMIBOL einen Bergbauvertrag an die Cooperativa Minera Canutillos Altiplano R.L. am 22. August 2023, was bestätigt, dass das Gebiet weiterhin eine formale Bergbaukooperative Umgebung darstellt statt eines rein freizeitlichen Sammelorts. Praktisch betrachtet sollte der Zugang zum Sammeln privat, genehmigt und operationell riskant sein; Proben auf dem Markt sind für die meisten Sammler der realistische Weg.

    Die wichtigste Ortsunterscheidung betrifft den berühmten Phosphophyllit und Vivianit. Die Phosphophyllit-Proben, lange als Infiernillos oder Huayllani-Infiernillos verkauft, stammten eher aus flachen Abbauzonen im sterilen, unmineralisierten umgebenden Wirtsgestein in der Nähe als aus den eigentlichen Infiernillos-Erzgängen. Die am 20. Juni 2003 entdeckten Vivianit-Kristalle wurden einige hundert Meter entfernt auf dem benachbarten Tomokoni-Grundstück gefunden; dort wurden drei Stollen speziell für den Abbau von Vivianit-Proben gegraben, aber viele Händleretiketten haben historisch diese Stücke Canutillos genannt. So umfasst der Infiernillos-Name in der Sammlerwelt drei Realitäten: das Erzgänger-Bergwerk, die umliegenden Phosphophyllit-Schürfungen und das benachbarte Tomokoni-Vivianit-Vorkommen. Ein gutes Sammlerlabel sollte diese Komplexität bewahren, anstatt sie einfach zu tilgen.

    Die dokumentierte Infiernillos-Pyriten-Fundstelle aus dem sekitar 2004 dient als nützlicher Anker für das eigentliche Bergwerk. Auktionsbeschreibungen verzeichnen helle Cluster, bestehend aus oktaedrischen Pyrit-Kristallen, typischerweise 1 bis 6 oder 7 mm, manchmal zu Ketten oder miteinander verflochtenen Cluster aufgehäuft und gelegentlich mit trapezoedrischen Modifikationen. Dieses Pyrit-Material scheint vorwiegend in den frühen 2000er-Jahren vermarktet worden zu sein, während spätere Exemplare als Sammlungsstücke zirkulierten statt als kontinuierliche Versorgung.

    Bemerkenswerte Mineralien

    Phosphophyllit

    Phosphophyllit unter dem Namen Infiernillos ist am besten als Material des Huayllani-Infiernillos-Gebiets aus flachen Vererzungsausgängen nahe, statt innerhalb, des Infiernillos-Erzbergwerks zu verstehen. Der Fund von 2009–2010 ergab blassgrüne bis blaugrünliche Kristalle auf limonitischer Matrix, die von dichten Beschichtungen kleiner euhedraler Kristalle von wenigen Millimetern Durchmesser bis hin zu besseren Miniaturen- und Kleinstkabinettstücken mit scharfen Schmetterlings- oder Schwalbenschwanztwins reichen; dokumentierte Beispiele umfassen ein 5,0 x 3,7 x 1,9 cm großes Exemplar mit Kristallen bis 7 mm, Fabre-Stücke aus dem Fund von Dezember 2009 mit 0,7 x 0,3 cm bis 1,4 x 0,5 cm Hauptkristallen, und eine Online-Notiz des Mineralogischen Records, die ein 2,9 cm Beispiel zeigt. Die besten Stücke zeigen erkennbare Zwillinge, frische hellgrüne Farbe, Durchscheinung und zahlreiche vollständige Kristalle auf nativer limonitrender Matrix; gewöhnliche Stücke sind eher botryoidal, schlecht individualisiert oder einfach zu spärlich, um die Bedeutung des Fundorts visuell zu tragen.

    Siderit

    Siderit aus Infiernillos ist ein lokalitätssignierendes Gangmineral statt der glamourösen Gesichtsanzeige des Vorkommens: Es wurde durch SEM-EDS-Arbeiten für den Fundort bestätigt und erscheint in Markexemplaren als Eisencarbonat-Matrix oder Drusy-Gefährte zum hellen Pyrit der Mine. Händlerrichtlinien dokumentieren Infiernillos-Siderit-mit-Pyrit-Stücke von Miniatur- bis Kleinstkabinettgröße, einschließlich Stücke 2,7 x 2,5 x 2,5 cm und 5 x 5 x 2,5 cm, sowie Pyrit-mit-Siderit-Matrix-Beispiele um ca. 4,5 x 3,5 x 3 cm. Die begehrten Infiernillos-Siderite sind jene, die scharfes metallisches Pyrit-Rahmen setzen oder kontrastieren, ohne stumpf, schlammig oder massig zu werden; die Art ist hier am wertvollsten, wenn sie die Textur eines offenen Aderöffnungsbeutels bewahrt und honest Lokalitätskontext für den Pyrit bietet.

    Pyrit

    Pyrit ist das am besten dokumentierte Ausstellungsmineral aus dem eigentlichen Infiernillos, und das Material aus den frühen 2000er Jahren ist unverwechselbar: leuchtend metallische Oktaeder, typischerweise 1 bis 6 oder 7 mm groß, wachsen zu elongierten Ketten, aufgeschichteten Clustern und kompakten kleinen Kabinett-Stücken heran; einige Kristalle zeigen trapezoidale Modifikationen, die den Oberflächen unter einer Handlinse zusätzliche Lebendigkeit verleihen. Auktionsberichte beschreiben eine elongierte Klusterform von 9,5 x 4,1 x 3,1 cm aus einer kleinen Fundstelle und ein Ex-Tom Campbell-Stück von ca. 2004 mit 6,5 x 4,3 x 3,8 cm Durchmesser aus einem Fund rund um 2004, letzteres vermerkt für scharfe Oktaeder mit trapezoedrischen Flächen und starkem Glanz. Die besten Stücke sind helle, klare, unbeschädigte Aggregate mit wiederkehrender oktaedrischer Form und minimalem toter Matrix; minderwertigere Beispiele sind kontaktiert, verkratzt, körnig oder zu stark miteinander verwachsen, um die Kristallgeometrie zu zeigen, die Pyrit aus Infiernillos besonders sichtbar macht.

    Vivianite

    Vivianit, verkauft als Infiernillos oder Canutillos, ist die klassische Trappe der Ortsbezeichnung im Distrikt: Die bemerkenswerten Kristalle wurden wenige hundert Meter von den Infiernillos/Canutillos- Vorkommen auf dem benachbarten Tomokoni-Gelände entdeckt, wo Probenstollen für Vivianit gegraben wurden nach der Entdeckung am 20. Juni 2003. Diese Vivianite sind berühmt für scharfe, abgeflachte prismatische bis schwertförmige Kristalle, smaragdgrüne bis Flaschengrün-Farbe, starken vitreösen Glanz und rotes toniges Sandstein-Matrix; frühe Berichte erwähnen Kristalle bis 9 cm auf rotem Sandstein, häufiges Daumenstück bis hin zu kleinen Kabinet-Matrix-Stücken, sowie gelegentliche weiße Baryt-Röschen oder Siderit-Drusen. Eine feine “Infiernillos/Canutillos” Vivianite sollte daher als Tomokoni-Style-Material beurteilt werden: intakte Terminationen, transparent-grüne Durchlässigkeit, wenn rückbeleuchtet, feste ursprüngliche Sandstein-Matrix und ehrliche Kennzeichnung sind wichtiger als schiere Größe, während lose Blätter, gespaltene Kanten, verdunkelte Oberflächen und vage Canutillos-nur Kennzeichnungen sorgfältig bewertet werden sollten.

    Über die vier oben für Sammler sichtbaren Arten hinaus verfügt Infiernillos über eine kompakte, aber lohnende dokumentierte Mineralienliste. Cassiterit verankert die Zinnseite des Grubenvorkommens und wird aus der klassischen bolivianischen Mineraldeposit-Literatur zitiert. Bournonit ist eine bemerkenswerte Darstellungsart aus dem Canutillos-Infiernillos-Umkreis, wobei aktuelles Händlermaterial Zahnradsymmetrie und Pyrit-Assoziation zeigt. Natürlicher Silber, Sphalerit, Wurtzit, Tetrahedrit-Untergruppe Mineralien, Quarz, Baryt, Hämatit, Goethit, elementarer Schwefel und Augelit sind allesamt aus dem Fundort oder dessen unmittelbarem Registrierungsbereich dokumentiert. Wurtzit ist besonders bemerkenswert, da es durch PXRD bestätigt wurde, während elementarer Schwefel als abgerundete Mikro-Kristalle in Hohlräumen beschrieben wird, die von zerfallendem Pyrit hinterlassen wurden – eine elegante kleine Detail des Oxidationszonen-Features, das einige der eher obscuren Mikromineral-Interessen des Fundorts erklärt.

    Collector Notes

    Das zentrale Echtheitsproblem für Infiernillos ist nicht weit verbreiteter Betrug; es geht um Standortgenauigkeit. Phosphophylbit, das als „Infiernillos“ beschriftet ist, wird üblicherweise besser als Huayllani-Infiernillos oder als Material aus dem nahegelegenen Canutillos-Unterbezirk aus flachen Abbaustellen im Gestein beschrieben, nicht als Erzminen-Phosphophylbit aus den Infiernillos-Abbaustellen. Vivianit mit der Aufschrift „Canutillos“ oder „Infiernillos“ sollte mit dem Tomokoni-Vorkommen verglichen werden, wo die bedeutenden Vivianite aus den frühen 2000er Jahren tatsächlich gefunden wurden. Eine sorgfältige moderne Beschriftung kann für diese Vivianiten zum Beispiel lauten: „Tomokoni Mine, nahe Canutillos/Infiernillos, Canutillos-Unterbezirk“ oder „Huayllani, Infiernillos-Gebiet“ für Phosphophylbite, je nach Herkunft.

    Zustand ist die nächste große Sorge. Phosphophylbit ist bruchempfindlich und sollte auf Randprellungen, gesplitterte Kristallspitzen, fehlende Zwillinge und Reparaturen geprüft werden. Die besten Infiernillos-Banden-Phosphophylbite sind im Cerro Rico-Kontext nicht groß, daher kann ein scharfer Zwilling von 5 bis 10 mm auf Matrix begehrenswerter sein als eine größere, aber grobe botryoidale Masse. Die Farbe sollte blass grün und lebendig wirken statt totgraugrün, und die Matrix sollte wie natürliches, eisenhaltiges (Limonit-reiches) Gestein wirken, nicht als künstliche Basis oder verdächtig zugeschnittene Fragmentstücke.

    Vivianit benötigt dunkle Aufbewahrung. Vivianit vom Tomokoni-Typ kann frisch wunderbar durchsichtig und glasartig sein, doch vivianit dunkelt bei Oxidation durch Licht aus, und die Veränderung ist in Sammlerbegriffen praktisch irreversibel. Bewahren Sie Stücke in einer geschlossenen Box oder einem dunklen Schubfach auf und nehmen Sie sie nur kurz zum Betrachten heraus. Verwenden Sie keinen hellen, dauerhaften Ausstellungsfall für ein feines Exemplar. Die rote Sandsteinmatrix kann brüchig sein; vom Fundament aus anfassen, Vibration vermeiden und das Stück niemals einweichen oder ultraschallreinigen. Einige Sandsteinmatrices mögen verfestigt worden sein, was nicht automatisch unannehmbar ist, aber Reparaturen, wiederangebrachte Kristalle und gefüllte Brüche sollten offengelegt werden.

    Pyrit und Siderit aus Infiernillos sind robuster, aber die kleinen oktaedrischen Pyritclustern verdienen trotzdem Vergrößerung. Prüfen Sie auf berührte Hochpunkte, abgeflachte gebrochene Oktaeder, stumpfe Verfärbungen, Eisenoxid-Ersetzung oder Instabilität entlang zerfallener Zonen. Goethit-Pseudomorphosen nach Pyrit und Schwefel in Hohlräumen nach zerfallenem Pyrit gehören zum Lokalisationsbericht, daher ist Oxidation hier nicht nur theoretisch. Ein guter Infiernillos-Pyrit sollte hell, scharf, metallisch und geometrisch lesbar sein; eine bloß kupferbraune körnige Masse aus Bolivien reicht nicht.

    Marktverfügbarkeit ist unbeständig. Feine Tomokoni-Vivianit bleibt in Altbestand-Händlereinkäufen und Auktionen sichtbar, doch topsättigende transparente Matrixstücke sind nicht mehr in großer Menge vorhanden. Phosphophyllit aus der Infiernillos-Region trat um 2009–2010 als bemerkenswerter neuer Fund auf und wird heute überwiegend als Altbestand, Sammlungsstück oder verstreute Händlerstücke angetroffen. Infiernillos Pyrit ist selten, aber nicht unbezahlbar teuer; die Herausforderung besteht darin, gut etikettierte, scharfe, glänzende Exemplare mit dem charakteristischen oktahedrischen Habitus intakt zu finden.

    Stories & Field Notes

    Die lebendigste Geschichte, die mit dem Namen Infiernillos verbunden ist, beginnt nicht in den Silber-Tin-Adern der Mine, sondern im nahegelegenen roten Sandstein. Im Juni 2003 wanderten drei Bergarbeiterbrüder aus Colavi auf der Tomokoni-Liegenschaft, als ihnen ein blauer Streifen im roten Sandstein auffiel. Sie eröffneten Brüche und Hohlräume innerhalb weniger Stunden und fanden grüne Vivianit. Innerhalb weniger Tage kauften bolivianische Händler die neuen Exemplare und schickten sie ins Ausland.

    Die Entdeckung verwandelte sich rasch in einen Rechtsstreit. Bergleute aus Colavi und Canutillos wollten beide Zugang zum Pocket-Ground erhalten, und der Konflikt wurde so ernst, dass COMIBOL einschritt und das Sammeln stoppte. Bis August 2003 stellten Besucher aus den USA fest, dass drei kleine Stollen bereits in Tomokoni getrieben worden waren, während lokale Bergleute noch heimlich sammelten. Bis Dezember soll eine Vereinbarung verhandelt worden sein und das Sammeln wieder aufgenommen worden sein. Ein zeitgenössischer Bericht mutmaßte, dass im folgenden Jahr mehrere tausend Proben herauskommen könnten, wies aber auch auf den praktischen Feind unter der Erde hin: Grundwasser.

    In den frühen Vivianit-Berichten gibt es eine wunderbar greifbare Feld-Detailaufnahme. Die rote tonreiche Sandstein-Matrix wurde beschrieben, als würde sie beim Atmen einen erdigen Geruch verströmen. Das ist eine Beobachtung eines Sammlers, kein labortechnischer Abstraktionsprozess: Hebe eine bröselige rote Matrixprobe an, wärme sie mit Atem und das tonreiche Sedimentgestein antwortet. Bei einigen Proben waren die einzigen assoziierten Mineralien Rosetten aus dünner weißer Baryt und Drusen aus Siderit. In einem Land, das für komplexe Sulfidadern und dramatische metallische Zusammensetzungen berühmt ist, wirkte Tomokoni fast bescheiden – roter Sandstein, grüne Kristalle, Luft, Licht und Zerbrechlichkeit.

    Der Infiernillos-Phosphophyllit-Episode ist ruhiger, aber wichtig. Als um 2009 neue Phosphophyllit-Proben auftauchten, erwähnte Thomas P. Moore sie in den Online-Berichten des Mineralogical Record als neue Fundstelle aus dem Infiernillos-Minengebiet, Canutillos, Colavi-Distrikt. Er war ehrlich über ihre Schönheit: Sie seien „zweifellos nicht schön“ und nicht mit den farbenfrohen alten Cerro Rico-Phosphophylliten konkurrierend, doch sie bedeuteten, weil sie eine neue Fundstelle für Phosphophyllit darstellten. Oft ist genau dies der Weg, wie Lokaloitloggen wirklich voranschreitet – nicht mit einem weltklasse Cabinetsstück, sondern mit einer bescheidenen Probe, die die Karte verändert.

    Bis Tucson 2010 war der neue Phosphophyllit zur Show-Neuigkeit geworden. Fabre Minerals bezeichnete die Stücke von Huayllani-Infiernillos aus Dezember 2009 als Tucson-Neuheiten: blassgrüne Kristalle, viele davon in Schwänzchen-Doppelstrahlen, auf einer Limonit-Matrix. Eine Probe von 4 x 3,4 x 1,7 cm mit einem Hauptkristall von 1,4 x 0,5 cm wurde später als geprüft, fotografiert und als neue Entdeckung in Mineral Up veröffentlicht vermerkt. Für den ernsthaften Phosphat-Sammler war das genug. Selbst eine kleine, unvollkommene Phosphophyllit-Probe aus einer neu dokumentierten bolivianischen Fundstelle trägt eine Ladung, die ein hübscher gewöhnlicher Fund nicht imitieren kann.

    Mineralogische Aufzeichnungen & Veröffentlichungen

    • Smith, Bill; Smith, Carol; Petrov, Alfredo. “A Guide to Mineral Localities in Bolivia.” The Mineralogical Record 32(6), 457–482, 2001. — Die zentrale, sammlerorientierte Bolivien-Lokalitätenführung, die weit verbreitet für Bolivien-Probenlokalitäten zitiert wird.
    • The Mineralogical Record, November–December 2001, Vol. 32 No. 6. — Ausgabe mit “A Guide to Mineral Localities in Bolivia.”
    • Ahlfeld, Federico; Schneider-Scherbina, Alejandro. Los yacimientos minerales y de hidrocarburos de Bolivia. Departamento Nacional de Geología, Ministerio de Minas y Petróleo, La Paz, 1964. — Klassische bolivianische Referenz zu Mineralvorkommen; im Infiernillos-Eintrag zitiert wegen Cassiterit.
    • Ahlfeld, F.; Schneider-Scherbina, A. Los Yacimientos Minerales y de Hidrocarburos de Bolivia. Boletín No. 5 especial, Ministerio de Minas y Petróleo, La Paz, 1964. Mindat reference record. — Bibliografischer Eintrag, der die Arbeit mit Cassiterit bei Infiernillos verbindet.
    • Moore, Thomas P. “What’s New in the Mineral World Archive,” posted August 3, 2009. Mineralogical Record. — Hinweise und Abbildungen der damaligen neuen Infiernillos-Phosphophyllit-Vorkommen.
    • Fabre Minerals specimen TH6Q0, Phosphophyllite, Huayllani Mine, Huayllani Infiernillos, Potosí, Bolivia. — Händlert Eintrag für den Fund von Dezember 2009, einschließlich Größe, Habit, Fundortformulierung und Veröffentlichungsnote in Mineral Up 2010/2.
    • Richard and Cheryl Sittinger. “November 2004 Mineral of the Month: Vivianite.” Mineral of the Month Club, 2004. — Frühe Beschreibung der Tomokoni-Vivianit-Entdeckung nahe Canutillos, einschließlich der Entdeckungsgeschichte Juni 2003, Matrixnotizen, Assoziationen und Handhabungshinweise.
    • Excalibur Minerals SEM-EDS reference record for siderite at Infiernillos Mine. — Analytische Bestätigung des Sidirit aus dem Fundort.
    • Wikimedia Commons: Phosphophyllite-250295.jpg. — Rob Lavinsky-Foto und Fundort-Aufnahme eines Phosphophyllitsamples mit der Beschriftung Infiernillos Mine, Machacamarca Bezirk, Potosí.
    • Wikimedia Commons: Category “Infiernillos Mine.” — Bildkategorie, die Phosphophyllit-Fotos sammelt, die mit Infiernillos-beschicktem Material verbunden sind.

    Weiterführende Literatur & Externe Links

    • Mindat: Infiernillos Mine (Canutillos Mine) — Kernlokalität-Seite für Hierarchie, Abbauhinweis, Warenliste, Mineralsammlung und die wesentlichen Hinweise zur Phosphophyllit- und Vivianit-Lokalitätsetikettierung.
    • Mindat: Canutillos Unterbezirk — Nützliche umfassendere Bezirk-Seite, die zeigt, wie Infiernillos, Huayllani, Tomokoni und verwandte Vorkommen in den Unterbezirk passen.
    • Wikimedia Commons: Infiernillos Mine Kategorie — Fotosammlung von Infiernillos-beschrifteten Phosphophyllit-Proben.
    • Wikimedia Commons: Vivianite-43250.jpg — Rob Lavinsky-Fotografie einer Canutillos-beschrifteten Vivianit, hilfreich zum Verständnis des historischen Etikettierungsstils.
    • Wikimedia Commons: Vivianite aus der Tomokoni Mine — Hochauflösendes Bild des nahegelegenen Tomokoni Vivianit-Stils, der häufig mit Canutillos/Infiernillos-Etikettierungen verwechselt wird.
    • Mineralogical Record: August 2009 What’s New-Artikel — Zeitgenössische Anmerkung zum neuen Infiernillos-Phosphophyllit, der auf den Markt kommt.
    • Fabre Minerals: Phosphophyllite Suchergebnisse — Dokumentiert mehrere Phosphophyllolith-Proben aus Huayllani-Infiernillos im Dezember 2009 und deren Habitus.
    • MineralAuctions: Pyrit, Infiernillos Mine, ungewöhnlicher Fundort — Auktionseintrag, der hellgelb glänzende Pyrit aus einem kleinen Fund in Infiernillos dokumentiert.
    • MineralAuctions: Pyrit mit trapezförmigen Flächen, Infiernillos Mine — Starke Beschreibung des Pyrit-Stils der frühen 2000er Jahre in Infiernillos und dessen Markthistorie.
    • Dave Bunk Minerals Inventar-Seite — Händlervorratsliste mit Siderit zusammen mit Pyrit und Pyrit mit Siderit aus Infiernillos.
    • COMIBOL: Vertrag mit Cooperativa Minera Canutillos AltoPlano R.L. — Aktueller institutioneller Kontext für Bergbaurechte im Canutillos-Gebiet und Kooperativenaktivität.
    • New Pacific Metals: Silver Sand Deposit Mineral Resource Report — Technischer Bericht mit regionaler Colavi- und Canutillos-Geologie, Notizen zur Bergbauhistorie und Bezirkskontext.
    • Phosphophyllite Sammlerführer
    • Siderit-Sammlerführer
    • Pyrit-Sammlerführer
    • Vivianit-Sammlerführer