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    Von Eugene·Aktualisiert am 10. September 2026

    Llamas Quarry, Spanien - eine kleine asturische Lokalität, die wasserklare Fluoritwürfel in blassen Lila- bis farblosen Tönen fördert, geschätzt für scharfe Facetten und kräftige Sammlerqualität…

    Key facts

    Locality
    Lamas-Steinbruch
    Country
    Spanien
    Übersetzt aus Englisch—Original anzeigen

    Llamas Quarry, Spanien

    Überblick

    Llamas Quarry ist eine der kleinen Lokalitäten, die erklären, warum der Caravia–Berbes-Fluoritgürtel bei Sammlern einen so übergroßen Ruf hat. Es ist kein riesiges Schaukästen­werk wie Valnegro, noch ein langlebiger moderner Untertageproduzent wie Emilio oder Jaimina; seine Bedeutung beruht auf einer bemerkenswert ästhetischen Folge von Exemplaren aus der Obdulia-Ader nahe Duyos im östlichen Asturien-Lagergebiet. Der Steinbruch bearbeitete Fluorit in den 1970er Jahren, und später, ziemlich unerwartet, führten Straßen- und Zugangsbauarbeiten auf dem Privatgrund über den alten Schächten zu neuem, exemplarträchtigem Boden. Aus diesem bescheidenen Fußabdruck stammen Fluorite, die sofort erkennbar sind: transparent bis wasserklare, blass lilafarbene, violett-blau oder nahezu farblose Würfel, üblicherweise flach oder tabellarisch, mit kristallklaren Rhombododekaeder-Abschliffen und hellem Glanz, auf weißem skalenhohem Kalkspat und Drusy-Quarz ruhend.

    Geologisch gehört Llamas zum Niedertemperatur-Hydrothermalsystem Fluorit-Gips des Caravia–Berbes, wo die Fluoritmineralisierung durch das Zusammenspiel von Strukturen, karbonathaltigen Wirtsgesteinen und der Permo-Trias-Bedeckung entlang der nördlichen Seite des Sueve-Massivs kontrolliert wird. Die Obdulia-Ader ist eine der größeren mineralisierten Strukturen des Caravia-Geländes, und Llamas repräsentiert eine kleine, aber exemplartächtige Ausschürfung entlang derselben. Das Ensemble ist das klassische asturische – Fluorit, Quarz, Calcit und Baryt, mit untergeordneten Kupfermineralien und kleinen Sulfiden –, aber die besten Stücke aus Llamas werden weniger nach Größe als nach Form geschätzt: offene, balancierte Miniaturen und kleine Kabinetts mit ungewöhnlich sauberem Fluorit, abgeschliffenen Würfeln, starkem Kontrast und dem luftigen Erscheinungsbild von Kristallen, die über pale Karbonat- und Silikatsmatrix emporragen.

    Regionale Ansicht

    Loading locality...

    Ländliche Ansicht

    Loading locality...

    Für ernsthafte Sammler nimmt Llamas eine besondere Zwischenposition zwischen klassischer Asturien-Bergbaugeschichte und moderner Exemplar-Suche ein. Ältere Stücke aus der Arbeitsperiode sind relativ selten und können ohne solide Beschriftungen schwer zu erkennen sein. Das Material nach 2010 ist dagegen besser dokumentiert, mit benannten Fundstellen wie der Coquera del Tubo und der Coquera del Agua, die über Fachhändler in den Sammlermarkt gelangen. Diese Funde trugen dazu bei, das, was einst eine kleine, fast Fußnoten-Lokalität war, zu einem der begehrtesten Namen im modernen spanischen Fluorit zu machen.

    Vorgestellte Exemplare

    Zum Weiterlesen

    Jaimina Mine, Spanien Ortsführer

    Jaimina Mine, Spanien Ortsführer

    La Cabaña, Spanien Lokalitätsführer

    La Cabaña, Spanien Lokalitätsführer

    La Collada mining area, Spain Locality Guide

    La Collada mining area, Spain Locality

    Teresita Mine, Spain Locality Guide

    Teresita Mine, Spain Locality

    Emilio Mine, Spanien Lokalitätsführer

    Emilio Mine, Spanien Lokalitätsführer

    Berbes mining area, Spain Locality Guide

    Berbes mining area, Spain Locality

    Auf dieser Seite

    • Überblick
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    • Bemerkenswerte Minerale
    • Fluorit
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    • Collector Notes
    • Geschichten & Feldnotizen
    • Mineralogische Aufzeichnungen & Publikationen
    • Videos & Medien
    • Weiteres Lesen & Externe Links

    Lokalisationsinformationen

    Nach Exemplaren suchen: Alle Exemplare aus Llamas Quarry, Spanien ansehen

    Llamas Quarry liegt bei Duyos, im Bergbaugebiet Caravia in Asturias, an der Obdulia-Spalte, innerhalb des größeren Caravia–Berbes-Fluorit-Distrikts. Das Distriktgebiet liegt am östlichen Ende des asturischen Mesozoikums-Beckens, und seine Mineralisierung entwickelt sich um ein karbonathaltiges Basissediment und eine darüberliegende Permo-Triassische Abdeckung. Regionale Beschreibungen der Caravia-Fluoritvorkommen identifizieren sowohl Adern- als auch stratabundierte Stile: subvertikale Adernsysteme im karbonatischen Basissediment und ersetzt oder stratiforme Körper in zertrümmertem calcareous Gestein am Fuße der Permo-Trias-Serie. Die Llamas-Grube ist speziell eine Adernlage an der Obdulia, einer Struktur, die als etwa 5 km lang gemeldet wird, mit Breiten von dezimeter- bis mehreren Metermaß.

    Das Erzgefüge bei Llamas ist die dem Distrikt vertraute Fluorit-Quarz-Kalkalit-Baryt-Verbindung. Fluorit ist das wirtschaftliche Mineral und das Sammlermineral; Quarz und Kalksstein kommen reichlich vor und werden zu wesentlichen Bestandteilen der Probenästhetik, während Baryt und Nebensulfide seltener auftreten. Die besten Stücke zeigen Hohlraumwachstum statt massivem Erz: Fluoritwürfel und modifizierte Würfel, die aus Quarz- oder Kalkängefüllten Öffnungen emporsteigen. Viele Mineralien zeigen Rhombododekaeder-Schliffe an kubischem Fluorit, und einige zeigen eine Abflachung zu einer tabellarischen Form. Die Farbe reicht von farblos über blassviolett bis violett-blau und tiefer blau-violett, manchmal mit geometrischer Zonierung oder Phantomwachstum. Malachitauflagen und Azuritkristalle erscheinen auf einigen späteren Stücken und spiegeln den geringen Kupferanteil des Spinnsystems wider.

    Llamas war eine kleine private Fluorit-Grube, die in den 1970er Jahren in Betrieb war. Das weiter gefasste Obdulia-Spaltensystem beherbergte einige der produktivsten Operationen des Caravia-Distrikts, darunter bekanntere Minen und Gruben wie Jaimina, Emilio, Valnegro, El Fumo und El Coronel, aber Llamas blieb selbst klein. Diese Größenordnung gehört zu seinem Sammlerreiz: Exemplare aus der alten Arbeitszeit sind nicht reichlich vorhanden und sie haben eine deutliche Habit, der sich von vielen der größeren Berbes- und Caravia-Standorten unterscheidet. Die besten alten Fluoritstücke der Grube wurden bereits zu den feinsten Exemplaren des Caravia-Bergbaus gezählt.

    Die moderne Geschichte ist beinahe so wichtig wie die Industriegeschichte. Um 2010 kreuzte Arbeiten zur Verbesserung des Zugangs auf dem Privatgrundstück über dem alten Steinbruch erneut die Obdulia-Ader und führte zu frischen Fluoritproben. Diese wurden bald von Sammlern aufgrund ihrer außergewöhnlichen Transparenz, ihres Glanzes und ihrer präzisen abgeschrägten Formen erkannt. Später benannte Funde schoben den Ruf des Fundorts weiter: die Coquera del Tubo, 2017 dokumentiert, lieferte hochwertigen transparenten Flut- bis violett-blauen Fluorit mit Quarz und Calcit; Material von 2018 umfasste einige der besten größeren Kombinationss-exemplare; und die Coquera del Agua, 2022 dokumentiert, brachte blassvioletten bis farblosen Fluorit auf Calcit und Quarz hervor. Llamas-Proben tauchten in kleiner Zahl weiterhin am Handel auf Grundlage dokumentierter Funde auf, doch der Fundort sollte nicht als öffentlicher Sammelplatz betrachtet werden.

    Der Zugang zum Sammeln ist heute faktisch privat und eingeschränkt. Der Boden ist privat Eigentum, die produktiven Auslagen sind begrenzt, und die aktiven Minen des Bezirks stehen laienhaften Sammlern nicht offen. Proben, die auf dem Markt gesehen werden, stammen im Allgemeinen aus früheren Funden, von Fachhändlern oder Sammlungen. Dies macht Bezeichnungen ungewöhnlich wichtig: eine präzise Llamas-Bezeichnung sollte idealerweise Duyos, Obdulia-Ader, Karavia-Abbaugebiet, Asturias, und für moderne Funde die Fundtasche oder das Jahr, sofern bekannt, enthalten.

    Bemerkenswerte Minerale

    Fluorit

    Fluorit ist das definierende Mineral der Llamas Quarry, und die besten Stücke des Fundorts werden wegen ihrer glasigen Transparenz, ihres scharfen kubischen Habitus und der deutlich rhombododekaedralen Fasen geschätzt, weniger wegen riesiger Größen. Die meisten sammelbaren Kristalle reichen von Daumen- bis Kleinformat, üblicherweise etwa 0,5–2 cm an der Kante, obwohl außergewöhnliche moderne Kabinettstücke aus den Funden von 2018 Matrizen-Größen um 14–15 cm erreichten mit einzelnen Fluoritkristallen von bis zu etwa 3 cm. Die Farben reichen von wasserklarem und blass-lilafarbenem bis zu lebhaftem Lila, Violett-Blau und seltener tieferen Blautönen, oft mit feiner Zonierung oder Phantomwachstum; ältere und frühmoderne Stücke zeigen außerdem abgeflachte, spanplattenähnliche Formen, die besonders charakteristisch sind. Die begehrtesten Exemplare sind luftige Kristalle auf Quarz oder weißem skalenoedralem Calcit, manchmal mit Malachit- oder Azurit-Akzenten, und sie unterscheiden sich von gewöhnlichen Llamas-Stücken dadurch, dass sie unbeschädigte Fasen, starken Glanz, saubere Innenseiten und genügend Matrix besitzen, um dem Fluorit Kontrast zu verleihen, ohne ihn zu überwältigen.

    Quarz

    Quarz in Llamas ist im Allgemeinen ein Matrix- und Taschenfüllmineral statt die Hauptattraktion, aber er ist entscheidend für das Aussehen der besten Stücke. Er kommt als weiße bis farblose Drusy-Beschichtungen, mikrocrystallinem Quarz-Kruste und kleinen Kristallen vor, die Hohlräume in der Obdulia-Vene auskleiden, üblicherweise unter oder um Fluorit und verwoben mit skalenoedralem Calcit. In den besten Kombinationen sorgt der Quarz für einen blassen funkelnden Untergrund, der den transparenten Fluorit im Kontrast saturnierter wirken lässt; bei weniger guten Stücken kann er massiv, brüchig oder visuell zu unruhig sein. Dokumentierte Llamas-Fluorite aus den Funden 2010, 2017 Coquera del Tubo, 2018 und 2022 Coquera del Agua zeigen wiederholt Quarz als Matrix für gefaste Fluoritwürfel, und feine Beispiele werden nach der Sauberkeit der Quarzoberfläche, dem Abstand der Fluoritkristalle und dem Fehlen von Abrieb dort beurteilt, wo die Quarz-Kruste auf den Fluorit trifft.

    Calcit

    Calcit aus Llamas ist am besten bekannt als das weiße bis cremefarbene scalenoedrische Matrix, die das Vorkommen Fluorit beherbergt, obwohl auch bräunlicher oder eisenverfärbter Calcit vorkommt. Er bildet scharfe scalenoedrale Kristalle und blatt- oder plattige Aggregate, manchmal mit eingeschlossenem Material oder leichten Änderungen durch zirkulierendes Wasser. Bei stückgehaltigen Exemplaren fungiert Calcit sowohl als Kontrast als auch als Architektur: Eine Bettung schlanker weißer Scalenohedren kann visuellen Fluorit anheben und selbst kleine Würfel sculptural wirken lassen. Die feinsten Calcit-tragenden Llamas-Proben zeigen transparenten, abgeschrägten Fluorit, sauber auf unbeschädigtem Calcit gesetzt, während gewöhnlichere Beispiele unter verletzten Calcit-Spitzen, gesägt oder massiver Matrix oder Calcit leiden, der mit dem Fluorit konkurriert statt ihn zu stützen. Einige vom Händler dokumentierte Stücke berichten über schwache Calcit-Fluoreszenz unter Kurzwellen- oder Langwellens UV-Licht, doch die Fluoreszenz ist hier der Form, dem Gleichgewicht und dem Zustand nachgeordnet.

    Weitere Mineralien, die aus dem Llamas Quarry dokumentiert sind, umfassen Baryt, Dolomit, Aragonit, Azurit, Malachit und Minerale der Tetrahedrit-Untergruppe, wobei Pyrit und andere Sulfide in der Diskussion von Bezirken und Sammlern vermerkt werden. Baryt ist hier als auffälliges Sammelstück wesentlich seltener als an einigen asturischen Fundorten, gehört aber zum gleichen Fluorit-Baryt-Hydrothermalsystem. Malachit erscheint als kleine grüne Beschichtungen auf einigen Fluorit-Calcit-Quarz-Stücken. Azurit ist die herausragende Seltenheit: Obwohl er zuvor am Llamas nachgewiesen worden war, lieferte ein Fund von 2018 auffallend helle, durchscheinende Kristalle und sphäroidale Aggregate auf Quarz, manchmal in Verbindung mit Calcit und Fluorit. Für den Llamas Quarry selbst wurde kein Typstandort-Mineral verifiziert; seine Bedeutung liegt stattdessen in Ästhetik und Paragenese, insbesondere als kleiner Fundort, der ungewöhnlich verfeinertes Fluoritverhalten im Obdulia-Venen führte.

    Collector Notes

    Llamas-Fluorit ist eine Fundstelle, an der Zustand und Provenienz besonders wichtig sind. Die Fluoritkristalle sind oft klein, transparent und scharf modifiziert, sodass schon leichte Blessuren an einer Kante, Fase oder Ecke auffällig sind. Die besten Exemplare haben saubere Flächen und intakte Fasen; ein abgeplatzter Würfel, der bei einem größeren, dunkleren Fluorit von einer anderen Fundstelle tolerierbar wäre, fällt bei hellem Llamas-Material deutlich stärker ins Gewicht. Auch der Zustand der Matrix ist wichtig. Quarz- und Calcitmatrices können brüchig sein, und Händlerbeschreibungen vermerken wiederholt ausgeschnittene Rückflächen oder zugeschnittene Basen, um überschüssige Matrix zu reduzieren oder das Exemplar zu stabilisieren. Eine ausgeschnittene Rückfläche ist für sich genommen keine Behandlung oder rote Flagge; sie ist bei Llamas-Kombinationen üblich und sollte danach beurteilt werden, ob die Anzeigefläche natürlich und ausgewogen bleibt.

    In der Sammlerliteratur ist keine gut dokumentierte Klasse gefälschter Llamas-Fluorite aufgetaucht, aber Fehletikettierung ist eine reale Sorge. Einige ältere Exemplare kursierten einfach als „Berbes“ oder „Caravia“, und Llamas wird möglicherweise nur durch Gewohnheit, Matrix und Vergleich mit dokumentierten Beispielen erkannt. Umgekehrt können transparente fliederfarbene Fluorite aus anderen Fundorten auf den ersten Blick Llamas ähneln; eine veröffentlichte Händlertafel verwendete sogar einen tunesischen Fluorit auf Calcit zum Vergleich, weil seine blassen, scharfen, zonierten Würfel täuschend Asturien wirkten. Ernsthafte Käufer sollten nach alten Etiketten, Händlerhistorien, Fundtaschen- oder Sammlungsprovenienzen suchen, insbesondere bei teuren Exemplaren, die dem Produktionszeitraum der 1970er Jahre oder den besten modernen Funden zugeschrieben werden.

    Die charakteristischsten Llamas-Fluorite sind farblos bis blass lila scharfkantige Würfel, oft tabellarisch oder leicht verlängert, auf Quarz und Calcit. Tiefviolett-blau, stark zoniert, ungewöhnlich groß oder außergewöhnlich luftig vorkommende Exemplare sind seltener und entsprechend teurer. Miniaturen und kleine Cabinet-Stücke erscheinen auf dem Markt mit gewisser Regelmäßigkeit aufgrund der modernen Funde, aber Top-Exemplare – besonders ausgewogene 2018er Kombinationen, Coquera del Tubo-Stücke mit reichem Farbton und Coquera del Agua-Stücke mit klarem blass Fluorit auf weißem Calcit – sind deutlich seltener. Der mit dem Fundort 2018 assoziierte Azurit ist eine separate Spezialität und sollte nicht mit gewöhnlichem Malachit-gefärbtem Fluorit verwechselt werden.

    Für die Handhabung behandeln Sie Llamas-Exemplare wie empfindliche Cabinet-Fluorite statt wie grobe Erzstücke. Fluorit hat eine perfekte Oktaeder-Spaltbarkeit, und die Matrixmineralien sind oft fragiler als der Fluorit selbst. Vermeiden Sie Ultraschallreinigung und aggressive Säurearbeiten, es sei denn, das Stück ist bereits professionell stabilisiert oder vorbereitet worden; Calcit reagiert mit Säuren, und empfindliche Quarz/Calcit-Taschenoberflächen können Rückstände einschließen. Starkes Licht von hinten kann Transparenz und Zonierung verstärken, aber eine lange Display-Aussetzung in direkter, harsh Sonnenstrahlung ist als Standardpraxis für Fluoritproben zu vermeiden.

    Geschichten & Feldnotizen

    Die definierende Geschichte der Llamas beginnt nicht mit einer großen Minenexplosion, sondern mit einer Straße. Der Steinbruch hatte in den 1970er-Jahren Fluorit verarbeitet und war danach in die Kategorie kleiner, erinnerter asturischer Lokalitäten gerutscht—den Spezialisten bekannt, aber keine zuverlässige moderne Quelle. Ungefähr vier Jahrzehnte später, am Ende des ersten Jahrzehnts des einundzwanzigsten Jahrhunderts, machte eine Arbeit an der Privatstraße über dem alten Steinbruch die Obdulia-Ader erneut zugänglich. Diese zufällige Freilegung brachte frische Fluorite mit Calcit und Quarz zutage, und eine Lokalität, die historisch ein Name gewesen war, wurde plötzlich aktuell. Ein dokumentiertes Exemplar aus dieser glücklichen Fundstelle von 2010, mit zwei Generationen Fluorit auf Calcit und Quarz, trat der Sammlung des Museo de Ciencias Naturales de Álava als MCNA 20650 bei und wurde später in einer Serie von Nahaufnahmen von Enrique Ortiz de Zárate illustriert.

    Sammler bemerkten sofort, dass die neuen Stücke nicht einfach „mehr Berbes“ waren. Im Jahr 2011 konzentrierten sich Diskussionen unter spanischen Sammlern auf den korrekten Ortsnamen—Cantera Llamas, Duyos, Caravia, Asturias—and auf die Paragenese, die im neuen Material sichtbar war: Fluorit mit Calcit, Quarz, Aragonit, Dolomit, Kupfercarbonaten, lehmartigen Pyrit, winzigen Tetrahedriten und Baryt. Ein Sammler, der dunkle Einschlüssen im Fluorit untersuchte, fragte sich, ob sie möglicherweise Hämatit nach Pyrit seien. Die Antwort von einer weiteren erfahrenen Stimme war nuancierter: Die Bilder sahen pyritisch aus, aber das auffällige Merkmal war das Vorhandensein von Flussäulen mit Bitumen und verwandtem organischem Material, die dem Distrikt vertraut waren. Eine weitere Rückmeldung identifizierte das winzige undurchsichtige Mineral als Tetrahedrit, bereits für die Mine von José Ramón García gelistet.

    Der Fachhandel gab dann einigen der modernen Llamas-Episoden Namen und Daten. Die Coquera del Tubo, dokumentiert ab April 2017, produzierte sehr klare transparente Fluoritstücke mit starkem violett bis bläulich-violetter Färbung, würfelförmige Kristalle, die von Rhombododekaederflächen abgeschrägt wurden, und Quarz-Calcit-Matrix. Das waren keine anonymen Flächen spanischer Fluorite; sie wurden als neues, hochwertiges Material aus einer bestimmten Tasche gezeigt, mit Beispielen, die in europäischen Mineralienzeitschriften veröffentlicht wurden. Im Jahr 2018 produzierte Llamas einige seiner bekanntesten größeren Kombinationen: transparente abgeschrägte Würfel, in einem Fall eine blaue Fluoritgruppe mit Phantomwachstum auf Quarz und kalksteinigem Skalen-Gehäuse (Scalenodhedral-Calcit), die eine Proben-Größe von 14,8 x 9,6 x 7,8 cm erreichte, mit einem Hauptfluorit-Kristall von 3 x 3 cm. Für eine Lokalität, die besser für Miniaturen bekannt ist, setzte diese Kabinettstück-Form neue Erwartungen.

    Die Coquera del Agua fügte 2022 ein weiteres Kapitel hinzu, mit blasslilafarbenen bis farblosen Fluoriten auf weißer Calcit- und Quarzunterlage. Diese Stücke betonten die verfeinerte Seite von Llamas: offene Anordnungen, saubere Kristallflächen, zarte lila Töne und der stille Kontrast von transparenter Fluorit gegenüber weißem skalenädrigen Calcit. Einige Stücke waren von hinten ebenso interessant wie von vorne und zeigten Fluorit auf einer Seite und Calcitarchitektur auf der anderen. Der Fundname selbst — „Wasserhöhle“ — passt zum Erscheinungsbild vieler Exemplare, die weniger wie zerbrochenes Erzhaltige wirken, sondern wie kleine, erhaltene Fenster in eine bleiche hydrothermale Höhle.

    Eine letzte, menschlichere Geschichte betrifft die Attribution. Als Jordi Fabre die Daunis-Sammlung erwarb, fand er zwei oder drei Stücke, die wie Llamas aussahen, doch der Fundort war während seiner Betriebszeit nicht gut dokumentiert worden. Anstatt sich allein auf das Aussehen zu verlassen, zog er José Ramón García zu Rate, der bestätigte, dass eines derExemplare ein klares Beispiel dafür sei, was aus Llamas herausgekommen war, als die Grube in Betrieb war. Diese Episode ist eine nützliche Lektion für Sammler: Llamas hat ein erkennbares Gesicht, aber altes Llamas braucht Belege. Die besten Etiketten sind nicht dekorative Extras; sie gehören zum Exemplar.

    Mineralogische Aufzeichnungen & Publikationen

    • Mindat.org — Llamas Quarry, Duyos, Obdulia-Ader, Caravia-Abba-Gebiet, Asturias, Spanien. Lokalitätsdatensatz mit der akzeptierten Hierarchie, Mineralienliste und Zusammenfassung der Betriebsgeschichte des Steinbruchs in den 1970er Jahren sowie der Bedeutung der Proben.
    • Mindat.org — Obdulia-Ader, Caravia-Abba-Gebiet, Asturias, Spanien. Regionale Aderleiste, die die Obdulia-Ader, ihre Länge und Breite, assoziierte Minen und Steinbrüche sowie die Sammleredenz des Llamas im Adernsystem beschreibt.
    • IGME/IELIG CA064 — „Yacimientos de fluorita de Caravia“. Offizielle spanische Geologische Umfrage Geosito-Dokumentation zu den Caravia-Fluoridvorkommen, einschließlich Geologie, Mineralisationsstil, Zugangshinweisen und Bibliografie.
    • Moore, Thomas P. „What’s New in the Mineral World? Report #29.“ The Mineralogical Record, 27. August 2011. Enthält eine frühe Notiz über die neuen Llamas-Fluoriten, beschreibt transparente, scharf kantenbündige Würfel bis etwa 1,5 cm.
    • Sánchez, V., Corbella, M., Martín-Crespo, T., Vindel, E., Martín-Velázquez, S., und Del Río, P. „Temporal constraints on genesis of the Caravia-Berbes fluorite deposits of Asturias, Spain, from paleomagnetism.“ Ore Geology Reviews 80, 2017, 754–766. Paläomagnetische Studie, die ein Genesis-Alter von 206 ± 8 Ma für die Caravia–Berbes-Fluorit-Erze angibt und Ader- und Mantostile zusammenfasst.
    • García Iglesias, J., und Loredo, J. „Geological, Geochemical and Mineralogical Characteristics of the Asturias Fluorspar District, Northern Spain.“ Canadian Institute of Mining, Metallurgy and Petroleum, 1994. Bezirksweites Papier zu lithologischen und tektonischen Kontrollen, hydrothermaler Lösungsmischung und der gängigen Asturias-Fluorit-Assemblage.
    • Gutiérrez Claverol, M., Luque Cabal, C., García Álvarez, J. R., und Rodríguez Terente, L. M. La Fluorita: un siglo de minería en Asturias. 2009. Bedeutende asturische Fluorit-Monographie; bibliografische Einträge listen das Werk als 565-seitiges Werk über Bergbau und Mineralogie des Asturias-Fluorit.
    • Calvo Rebollar, Miguel. Minerales y Minas de España, Vol. VIII: Cuarzo y otros minerales de la sílice. Fundación Gómez Pardo, 2016. In der Mindat-Lokalitätsaufnahme für Quarz am Llamas Quarry zitiert.

    Videos & Medien

    • „Fluorit mit Calcit aus dem Llamas-Minenfeld, Caravia Bergbaugebiet, Spanien“ — Fabre Minerals / Vimeo. Kurzes Spitzenexemplar-Video, das kubische und tiegelförmige Fluorite mit Dodekaedern-Modifikationen auf Calcit aus Llamas zeigt.
    • „Fluorit mit Calcit aus dem Llamas-Minenfeld, Asturien, Spanien“ — Fabre Minerals / Vimeo. Spitzenexemplar-Video, das eine hochwertige Fluorit-Calcit-Kombination aus Llamas zeigt.
    • „Fluorit mit Quarz aus dem Llamas-Minenfeld, Las Cabañas, Fürstentum Asturien, Spanien“ — Fabre Minerals / Vimeo. Video eines Fluorit-auf-Quarz-Exemplars aus Llamas, nützlich, um Transparenz und Matrixstil der Fundstelle in Bewegung zu sehen.
    • „Fluorita de cantera Llamas, Duyos, Caravia, Asturias“ — MTI Blog. Fotografischer Feldstil-Beitrag mit Nahaufnahmen eines Museumsstücks des Museo de Ciencias Naturales de Álava aus dem Fund von 2010.

    Weiteres Lesen & Externe Links

    • Mindat.org — Llamas Quarry Ortsseite — Beste einzelne Ortsreferenz für den akzeptierten Namen, Hierarchie, Artenliste und Fotodatenbank.
    • Mindat.org — Obdulia-Venenort — Wesentlicher Kontext für das Adern-System, das Llamas, Jaimina, Emilio, Valnegro und weitere Caravia-Betriebe beherbergt.
    • IGME/IELIG CA064 — Yacimientos de fluorita de Caravia — Offizielle geologische Übersicht der Caravia-Fluoritvorkommen, mit detaillierten Notizen zu Lagerstättenstil, Matrix, Zugang und Bibliografie.
    • Fabre Minerals — Spanische Fluorit-Verweismuster — Händlerarchiv mit zahlreichen dokumentierten Llamas-Proben, Pocket-Namen, Daten, Messungen und Habit-Beschreibungen.
    • Fabre Minerals — Referenzfeinminerale, einschließlich Llamas-Fluorit — Enthält eine der bemerkenswerten großen 2018 Llamas-Kombinationen mit Fluorit, Calcit und Quarz.
    • MTI Blog — Fluorita de cantera Llamas, Duyos, Caravia, Asturias — Wertvolle Erzählung und Bilder, die das 2010er Wiederentdeckungsmaterial und MCNA-Exemplar MCNA 20650 dokumentieren.
    • Foro de Mineralogía Formativa — Nuevas Fluoritas españolas de Cantera Llamas — Sammler-Diskussion zum Material von 2010–2011, Paragenese, Einschlüsse und Lokalitätsbenennung.
    • The Mineralogical Record — What’s New in the Mineral World? Bericht Nr. 29 — Früher englischsprachiger Marktreport zur modernen Entdeckung des Llamas-Fluorits.
    • Vivir Asturias — Cantera Llamas — Knappes lokales spanisches Eintrag, der die zitierten Mineralarten aus Cantera Llamas aufführt.
    • Ore Geology Reviews — Zeitliche Beschränkungen der Genese der Caravia–Berbes-Fluoritvorkommen — Technisches regionales Fachpapier, nützlich zum Verständnis des Zeitablaufs und des geologischen Umfelds des Bezirks.
    • Fluorite Collector's Guide
    • Quartz Collector's Guide
    • Calcite Collector's Guide