Clinochlore aus der Korshunovskoye-Eisenlagerstätte Sammlerführer
Einführung
Russische Seraphinit wird wegen seiner chatoyanten, federähnlichen Optik und seiner tiefgrünen Farbe geschätzt. Hier ist eine Übersicht über diesen Lapidarstein.
Regionale Ansicht
Ländersicht
Mineralogie
Seraphinit ist eine dichte, feinkörnige Varietät von Clinochlore (Mg5
Al(AlSi3
O10)(OH)8), eines der häufigsten Mitglieder der Chlorit-Gruppe mit einer typischen strahlenden/federartigen Struktur. Es besitzt eine dunkelgrüne bis graue Farbe mit silbernem, federartigem Glanz, verursacht durch Glimmer-Einschlüsse. Die Korshunovskoe-Eisenlagerstätte besteht aus Kambrium- und Ordovizischen sedimentären Gesteinen und Perm-Trias-Trappen. Während der Umwandlung von Erzen und aluminosilikatdetritalem Material werden signifikante Mengen an Magnesium und Aluminium freigesetzt, was zur Bildung von Clinochlore in den Skarne bei hohen Temperaturen führt (ungefähr 600–400 °C). Es tritt oft als Spheruliten, Bürsten und nierienförmige Formationen auf und hat eine braun oxidierte Außenseite. Beim Polieren zeigen sich auffallend schöne Muster, die an die Flügel des Erzengels Seraphim erinnern, daher vermutlich der Name. Gepolierte Clinochlore-Cluster am Lagerstätte sind kommerziell als Seraphinit bekannt und können manchmal sehr durchsichtig werden. Aufgrund der geringen Härte (2 bis 2,5) wird es zu Cabochons oder zu Platten geschnitten, um zu dekorieren oder als Einlagen oder für andere lapidare Anwendungen.
Sammelgeschichte
Die Mineralvarietät wurde erstmals in der Mitte des 19. Jahrhunderts von dem russischen Mineralogen Nikolai Koksharov (1818–1892) gefunden und beschrieben. Da die Mine überwiegend zum Eisenerzabbau genutzt wurde, waren Proben nur für Mineralogen von Interesse, und Muster wurden zur Dokumentation in Museen gebracht (wie das Fersman-Museum in Moskau). Erst im späten 20. Jahrhundert begann es, als lapidarer Stein an Sammler und Schnitzer vermarktet zu werden. Heute ist die Mine Teil eines größeren Bergbaukomplexes (oft Korshunov-Bergbauanlage genannt) mit mehreren Tagebauen und einer Verarbeitungsanlage, die dem Unternehmen Mechel gehört und weiterhin Eisenerz fördert, wobei Proben als Nebenprodukt der Mine gewonnen werden.
Bemerkenswerte Funde




